Rodenbach am Scheideweg: Für eine Politik der Vernunft statt finanzieller Belastungen
Mit Blick auf die Kommunalwahl wirbt die FDP Rodenbach für eine Neuausrichtung in der Gemeindepolitik. Nach dem großen Zuspruch bei der letzten Wahl übernahm der Ortsverband 2021 die Verantwortung und wollte in einer Koalition mit der SPD die Zukunft mitgestalten. Rückblickend muss man jedoch feststellen, dass trotz guter Ansätze im Koalitionsvertrag der kleinere Partner die politische Richtung der SPD nicht maßgeblich korrigieren konnte.
Die Bilanz der letzten Jahre ist aus Sicht der FDP besorgniserregend. Zwei Grundsteuererhöhungen innerhalb eines Jahres belasten die Bürgerinnen und Bürger spürbar. Gleichzeitig versäumte es die Verwaltung, neue Einnahmequellen zu erschließen. So blieb beispielsweise der Aufstellungsbeschluss zur Erweiterung des Gewerbegebiets aus dem Jahr 2018 weitgehend ungenutzt.
Ein zentraler Streitpunkt bleibt für die FDP das geplante Bildungs- und Begegnungszentrum (RoBBe). Mit voraussichtlichen Kosten von über 25 Millionen Euro anstatt der ursprünglich veranschlagten rund 5 Millionen Euro droht dieses Projekt die finanzielle Leistungsfähigkeit unserer Gemeinde dauerhaft zu überfordern – umgerechnet bedeutet dies eine allein schon durch diese Misswirtschaft verursachte zusätzliche Pro-Kopf-Verschuldung von über 2.000 Euro für jeden Rodenbacher, vom Säugling bis zum Rentner.
Die FDP fordert stattdessen eine Konzentration auf das Wesentliche: Erhalt bzw. Neubau der Bulauhalle – statt unsicherer Sanierungs-Szenarien braucht man ein klares Konzept für die etablierte Sportstätte. Instandsetzung statt Sanierungsstau: Dass kommunale Immobilien wie die Kita Buchbergstraße “abgängig sind”, wie von der SPD immer betont wird, ist Folge jahrelanger Vernachlässigung der Bausubstanz. Hier ist eine ehrliche Bestandsaufnahme nötig sowie eine transparente Information an die Bürgerinnen und Bürger. Die Gemeinde steht vor gewaltigen Aufgaben. Die Modernisierung der Kläranlage, ein funktionsfähiges Feuerwehrgerätehaus und solide Finanzen müssen Vorrang vor Prestigebauten haben.
„Es ist 5 vor 12“, so die FDP Rodenbach. „Wir müssen zurück zu wirtschaftlichem Denken und parteiübergreifender Sachpolitik. Nicht das Parteibuch sollte über Abstimmungen entscheiden, sondern die Vernunft und das Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger.“
